Herzlich Willkommen!
Dies ist die Homepage der Geschichtswerkstatt Billstedt. Hier berichten wir über unsere Arbeit und andere Geschichtsprojekte im Stadtteil. Außerdem stellen wir Informationen und Bilder zur Geschichte Billstedts zur Verfügung. Viel Spaß beim Stöbern!
Fotoausstellung "Billstedt aus der Luft"
Am 15.10. ist es soweit: Für zehn Tage zeigen wir im Billstedt Center zum ersten Mal unsere Fotoausstellung "Billstedt aus der Luft". Sie umfasst gut 50 Luftaufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren und gewährt einen faszinierenden Blick auf den Stadtteil in der damaligen Zeit. Im einzelnen sind die Bilder zu den Themengebieten Zentrum, Industrie, Wohnungsbau, Schule, Verkehr und Öjendorfer Park gruppiert. Neben den Bildunterschriften liefern jeweils einleitende Texte ergänzende Informationen. Die Veröffentlichung eines Buches mit sämtlichen Bildern und Texten ist für das Frühjar 2010 geplant.
Augenblicke - Schlaglichter auf 100 Jahre Hamburger Alltagsgeschichte(n)
Unter diesem Titel präsentieren die Hamburger Geschichtswerkstätten am 5.11. von 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr gemeinsam mit dem Lichtkünstler Michael Batz auf dem Rathausmarkt eine Auswahl von Bildern aus ihren Archiven. Im Mittelpunkt stehen dabei alltägliche Situationen aus den letzten Jahrzehnten. Die Aufnahmen werden großformatig auf die eine Leinwand projiziert und sollen unter Einbeziehung des Publikums spontan kommentiert werden. In einem Infozelt kann man sich zudem über die vielfältigen Aktivitäten der Geschichtswerkstätten informieren.
Billstedter Hauptstraße: Testweiser Rückbau!
Die Arbeitsgruppe Billstedter Zentrum der Aktiven Stadtteilentwicklung hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Eine Verkehrszählung hat ergeben, dass in der Billstedter Hauptstraße zwischen Schiffbeker Weg und Reclamstraße zwei Fahrspuren für den Straßenverkehr ausreichend sein müssten. In 2011 wird nun ein testweiser Rückbau erfolgen. Sollte er sich bewähren, so würde der Weg frei für weitere Wünsche der Bewohner: Abbruch der Fußgängerbrücke und Ersetzung durch eine ebenerdige Querung, Umwandlung der Billstedter Hauptstraße in einen begrünten, für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner attraktiven Boulevard mit ausreichend Parkraum und mehr Einzelhandel, Weiterentwickung der Fläche an der Abzweigung der Möllner Landstraße zu einer lebendigen Piazza. Ein kurze Geschichte der Billstedter Hauptstraße finden Sie hier
Neue Stolpersteine für Billstedt
Das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verfolgt das Ziel, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialimus wachzuhalten. Zu diesem Zweck werden Messingsteine mit den Namen und Lebensdaten dieser Menschen angefertigt und dort im Pflaster verlegt, wo sich deren letzter freigewählter Wohnsitz befunden hat. In Billstedt gibt es bisher fünf Stolpersteine. Sie erinnern an Fiete Schulze und seinen Schwiegersohn Rudolf Kroohs (Schiffbeker Weg 9), Katharina Corleis (Öjendorfer Weg 41) und das Ehepaar Isenberg (Billstedter Hauptstraße 50). Gegenwärtig bereitet eine Gruppe des Mehrgenerationenhauses Merkenstraße die Verlegung zweier weiterer Steine für Paula und Simon Laser an der Billstedter Hauptstraße vor. Ansprechpartnerin ist Frau Seiler (Tel. 7131495). mehr
Ja zur Erhaltungsverordnung
Mit einer Erhaltungsverordnung verschafft sich eine Gemeinde die Möglichkeit, in stärkerem Maße als sonst auf bauliche Veränderungen Einfluß zu nehmen. Insbesondere bezieht sich dies auf den Abriss oder die Umwidmung bedeutsamer historischer Bauten oder Ensembles, soziale Milieus und Neubauprojekte. Gegenwärtig bemühen sich SPD und GAL im Bezirk Mitte um eine solche Regelung für das Billstedter Zentrum. Primär zielt die Initiative auf die gründerzeitlichen, bisher nicht geschützten Bauten an der Ecke Billstedter Hauptstraße/Schiffbeker Weg und Möllner Landstraße 33-37.
Die Geschichtswerkstatt Billstedt begrüßt diese Initiative, denn es handelt sich bei diesen Gebäuden um wesentliche der wenigen erhaltenen Bauten, die auf Billstedts industrielle Vergangenheit verweisen. Insbesondere wenn der Komplex am Schiffbeker Weg abgebrochen würde, wäre dies ein schwerer Verlust. An die Stelle eines historischen Gepräges würde dann endgültig die völlige Austauschbarkeit treten. Die umliegenden Bauten lassen sowohl hinsichtlich Größe als auch Gestaltung das Schlimmste befürchten.
Ältestes Haus Schiffbeks entdeckt
Bisher galt das Haus auf dem Spökelberg in der Billstedter Hauptstraße 120 als das älteste erhaltene Gebäude Schiffbeks. Es wurde 1865 von Herrn L.G.C. Ullner errichtet, der im selben Jahr am Fuße der alten Burganlage eine Farbholzmühle eröffnete. Doch seit kurzem stellen sich die Dinge etwas anders dar. mehr
Die tote Bomberbesatzung von der Wegkoppel
In der letzten Zeit haben wir verstärkt zu Billstedt im Zweiten Weltkrieg geforscht. Unter anderem sind wir dabei auf die Geschichte eines alliierten Bombers gestoßen, der im Bereich des heutigen Hein-Klink-Stadions abgestürzt ist. Eines der Besatzungsmitglieder soll den Absturz überlebt haben, wurde dann jedoch angeblich erschossen und zusammen mit fünf weiteren an der Ecke Möllner Landstraße/Wegkoppel verscharrt. mehr
Tschechische Spurensuche
Ab Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich im Schiffbek eine tschechische Gemeinde. Die Menschen wurden in ihrer Heimat als Arbeitskräfte für die Jutespinnerei und -weberei angeworben und siedelten in die damals noch preußische Ortschaft über. Hier gründeten sie den Verein "Lidumil" (dt. Menschenfreund) und betrieben im Wüstenberg'schen Lokal "Erholung" in der Möllner Landstraße 48 eine Sonntagsschule, die in den 20er Jahren unter der Leitung von Jan Tyml stand. Jan Vlachy aus Prag würde gerne mehr über diese tschechische Gemeinde erfahren. Ihm sind die folgenden Familiennamen bekannt: Krivohlavek, Hovora, Kubicek, Bednar, Spacek. Kann jemand weiter helfen?
Widerstand gegen den Schlickberg
Seit mehr als zwei Jahren kämpft die Initiative „Kein Schlick in Billstedt“ gegen die drohende Schlickdeponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek. Nach diversen öffentlichen Anhörungen, Eingaben bei Politik und Verwaltung und Mahnwachen bildeten zwei Demonstrationen mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern den vorläufigen Höhepunkt in der Auseinandersetzung mit der Hamburg Port Authority (HPA), die das bis zu 38 Meter hohe Monstrum auftürmen will.
Ziel muss es sein, die HPA zu veranlassen, andere Möglichkeiten – wie zugesagt – ernsthaft zu prüfen. Besondere Bedeutung hat dabei, dass mit der Verflüssigung des Elbschlicks im Fluss eine echte Alternative zur Deponierung besteht, die die Suche nach weiteren Flächen überflüssig macht. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.kein-schlick-in-billstedt.de und in dem hier abgedruckten Aufruf zur ersten Demonstration.
Gefördert durch
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung


